Cannabissorten und ihre THC- und CBD-Gehalte

    • Cannabissorten und ihre THC- und CBD-Gehalte

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      https://www.arbeitsgemeinschaft-cannabis-medizin.de/2019/03/07/cannabissorten-und-ihre-thc-und-cbd-gehalte/?fbclid=IwAR3uBFI1jKP0XYTbsP3HliZ1MHWYNaXIgYEAqsndw4lggX9_7BmtcF5mUFg schrieb:

      Cannabissorten in Deutschland und ihre Inhaltsstoffe

      von Dr. med. Franjo Grotenhermen und Markus Göttsche
      Letztes Update: 3. März 2019

      1. Grundsätzliche Vorbemerkungen
      Diese Informationen sollen Ihnen helfen, die richtige Sorte für Ihre Erkrankung und Ihre Beschwerden auszuwählen. Es gibt keine Sorten, die für eine bestimmte Erkrankung am besten sind, denn die Ansprechbarkeit variiert stark. So gibt es beispielsweise chronische Schmerzen, bei denen fast nur das THC wirksam ist, während bei anderen Patienten auch ein hoher CBD-Anteil hilft, weil CBD entzündungshemmend wirkt. Bei einer ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) profitieren einige Patienten von THC-reichen Sorten, während andere auch sehr gut von der Angst lösenden Wirkungen des CBD profitieren. Cannabissorten mit einem hohen Sativa-Anteil wirken eher belebend, während solche mit hohen Indica-Anteilen eher sedierend wirken. Auch das kann für die Wahl der geeigneten Sorte von Bedeutung sein. Häufig muss man eine Weile mit verschiedenen Sorten experimentieren, um schließlich die individuell beste Sorte für sich zu finden. Manchmal ist es auch eine Kombination aus einer bestimmten Sorte, die tagsüber eingenommen wird, und einer anderen, die zur Nacht verwendet wird.

      2. Cannabissorten und ihre THC- und CBD-Gehalte
      Importeure medizinischer Cannabissorten nach Deutschland sind Fagron, Spektrum Cannabis, Pedanios, Pohl Boskamp, Cannamedical, ACA Müller ADAG Pharma, GECA Pharma und Paesel & Lorei GmbH & Co. KG. Die einzelnen Sorten werden als Blüten in 5-, 10-Gramm-Dosen oder 15 Gramm Beutel abgegeben, wobei „granuliert" bereits zerkleinert bedeutet. Es sind zurzeit noch nicht alle unten aufgeführten für Deutschland zugelassenen Sorten über die Apotheken verfügbar (Stand: 20.02.2019).
      Die Bundesregierung hat im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte 2017 eineCannabis-Agentur eingerichtet. Diese soll einen staatlich kontrollierten Cannabis-Anbau für die medizinische Verwendung überwachen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass vor 2020 Cannabisblüten aus Deutschland auf den Markt kommen. Daher sind deutsche Patienten auf den Import von Cannabisblüten angewiesen. Die Cannabissorten des niederländischen Herstellers Bedrocan werden unter anderem von den Unternehmen Fagron, ACA Müller ADAG Pharma, GECA Pharma und Pedanios sowie Cannamedical Pharma nach Deutschland importiert.
      Die in den folgenden Tabellen angegebenen Werte sind Angaben der Importeure bzw. Hersteller, die durch eine Apotheke eingeholt wurden.


      Cannabisblüten von Bedrocan



      Cannabisblüten des kanadischen Herstellers Tweed werden von Spektrum Cannabis importiert



      Cannabisblüten von Spektrum Cannabis



      Cannabisblüten des kanadischen Herstellers Aurora werden von Pedanios importiert



      Cannabisblüten des kanadischen Herstellers Aurora werden von Pedanios importiert



      Cannabisblüten des kanadischen Herstellers Peace Naturals werden von Pohl-Boskamp importiert



      Cannabisblüten des US-Herstellers Tilray werden von Paesel & Lorei GmbH & Co. KG importiert



      2.1 Variabilität von der Zusammensetzung von Medizinalcannabisblüten *
      Bei Medizinalcannabisblüten handelt es sich um ein Naturprodukt, dessen Konzentration der Inhaltsstoffe von Blüte zu Blüte schwankt. Ändert sich die Genetik der Mutterpflanze, so ändern sich auch die Konzentrationen der Inhaltsstoffe. Der Gesetzesgeber gesteht den Importeuren bzw. Herstellern eine Schwankung der Werte in engen Grenzen zu, und es gibt auch Sondergenehmigungen für leicht darüber hinaus abweichende Chargen. Leider sind die Importeure nicht dazu verpflichtet worden, die einzelnen Varietäten der Sorten bekannt zu geben, sodass sich hinter den gleichen Sortennamen für Medizinalcannabisblüten verschiedene Varietäten mit unterschiedlicher Genetik verbergen können. Der einzige Hersteller, der alle Inhaltsstoffe bekannt gibt, ist MedReleaf, welche in Deutschland exklusiv durch Cannamedical vertrieben werden. Und nur wenige Importeure geben einen Wechsel der Varietät bekannt.


      Bedeutung für die Dosierung von Cannabisblüten
      Um eine genaue Dosierung sicherzustellen, kann vorab beim Apotheker erfragt werden, ob es Änderungen bei der Zusammensetzung einzelner Sorten gab.


      3. Die Importeure
      Apotheker können sich an einen der acht Importeure für die oben aufgeführten Cannabisblüten wenden, um sie dort zu bestellen.


      Fagron GmbH & Co. KG
      Von-Bronsart-Straße 12
      22885 Barsbüttel
      Webseite: fagron.de
      Importiert Blüten der Tabelle 1


      Spektrum Cannabis
      Lanzstraße 20
      68789 St. Leon-Rot (bei Heidelberg)
      Webseite: spektrum-cannabis.de
      Importiert Blüten der Tabelle 2 & 3


      Aurora/Pedanios GmbH
      Eberhard-Roters-Platz 11
      10965 Berlin
      Webseite: auroramedicine.com/de
      Importiert Blüten der Tabelle 1, 4,5 & 6


      ACA Müller ADAG Pharma GmbH
      Heilsbergstr. 27
      78247 Hilzingen
      Webseite: aca-mueller-gmbh.de
      Importiert Blüten der Tabelle 1


      Cannamedical® Pharma GmbH
      Im Mediapark 8
      50670 Köln
      Webseite: cannamedical.de
      Importiert Blüten der Tabelle 1


      G. Pohl- Boskamp GmbH & Co-KG
      Kieler Str. 11
      25551 Hohenlockstedt
      Webseite: pohl-boskamp.de
      Importiert Tabelle 6


      GECA Pharma GmbH
      Eupener Str.124
      50933 Köln
      Webseite: geca-pharma.de
      Importiert Blüten der Tabelle 1


      Paesel & Lorei GmbH & Co. KG
      Im Freihafen 8
      47138 Duisburg
      paesel-lorei.de/de/
      Importiert Blüten Tabelle 7




      4. Die Wirkung der Cannabinoide und anderer Cannabis-Inhaltsstoffe
      Die Wirkung und Verträglichkeit von Cannabis hängt vor allem von den Cannabinoiden ab. Eine weitere nicht unwichtige Rolle spielen hier auch die enthaltenen ätherischen Öle und Terpene. Bei den Cannabinoiden dominieren die Wirkungen von THC und CBD. Andere Cannabinoide beeinflussen jedoch den Gesamteffekt.


      4.1 Die chemische Zusammensetzung von Cannabis
      In unterschiedlichen Cannabissorten wurden in den vergangenen 50 Jahren etwa 600 chemische Verbindungen nachgewiesen, darunter neben den Cannabinoiden Substanzen anderer Stoffgruppen, wie Aminosäuren, Proteine, Zucker, Alkohole, Fettsäuren, Terpene und Flavonoide. Die meisten Cannabis-Bestandteile außer den Cannabinoiden kommen auch in anderen Organismen vor.
      Es gibt aber auch Bestandteile anderer Pflanzen, die Cannabinoidrezeptoren aktivieren, wie beispielsweise der häufig vorkommende CB2-Rezeptor-Agonist (−)-β-Caryophyllen. Heute sind insbesondere durch eine Arbeitsgruppe von Wissenschaftlern an der Universität von Mississippi insgesamt 120 Cannabinoide nachgewiesen worden.
      Wenn von THC die Rede ist, ist im Allgemeinen das in der Pflanze natürlich vorkommende (–)-trans-Isomer des Δ9-THC gemeint. Es wird auch Dronabinol genannt. THC ist unter anderem für die cannabis-typischen berauschenden Wirkungen von Cannabis verantwortlich, für das Hochgefühl („High“). Cannabidiol (CBD) ist das häufigste Cannabinoid im Faserhanf und in Drogenhanf-Sorten oft das zweithäufigste Cannabinoid nach THC. CBD verursacht keine cannabis-typischen psychoaktiven Wirkungen. Es besitzt unter anderem antiepileptische, angstlösende, antipsychotische und entzündungshemmende Eigenschaften.


      4.2 Die Wirkungen von THC (Dronabinol)
      Die Wirkungen sind zum Teil abhängig von der Dosis, der Person und von der Verfassung der Person. THC wirkt nicht auf jeden Menschen und nicht in jeder Situation gleich. So kann es in manchen Fällen Angst auslösen, aber auch Angst lindern. Es hilft oft sehr gut gegen Übelkeit und Erbrechen, aber einigen wenigen Menschen wird auch übel, wenn sie Cannabis einnehmen.
      • Psyche und Wahrnehmung: Sedierung, leichte Euphorie, gesteigertes Wohlbefinden,Angst Zunahme, Angsthemmung, Intensivierung der sinnlichen Wahrnehmung, Veränderung des Zeitgefühls (die Zeit scheint langsamer zu vergehen), Halluzinationen (nach hohen Dosen).

      • Denken: Störung des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit, assoziatives Denken,gesteigerte Kreativität. Bei Personen mit einer Aufmerksamkeitsstörung und Hyperaktivität (ADHS) kann THC die Konzentrationsfähigkeit verbessern.

      • Bewegung: Verwaschene Sprache, Verschlechterung der Bewegungskoordination,Verbesserung der Bewegungskoordination.

      • Nervensystem: Schmerzlinderung, Muskelentspannung, Appetitsteigerung, Übelkeit,Verminderung von Übelkeit und Erbrechen.

      • Körpertemperatur: Senkung der Körpertemperatur, Fiebersenkung.
      • Herzkreislaufsystem: Zunahme der Herzfrequenz, Erweiterung der Blutgefäße,Blutdruckabfall und eventuell Schwindelgefühl bei plötzlichem Aufstehen, leichtzunehmender Blutdruck im Liegen, Hemmung des Zusammenklebens der Blutplättchen.

      • Auge: Rötung der Augenbindehaut, Abnahme des Tränenflusses, Senkung desAugeninnendrucks.

      • Atemwege: Bronchien-Erweiterung, verminderte Speichelproduktion und Mundtrockenheit.

      • Magendarmtrakt: Verminderung der Darmbewegungen und verzögerte Entleerung des Magens, Hemmung der Magensäureproduktion.

      • Hormonsystem: Eventuell bei hohen Dosen Beeinflussung verschiedener Hormone.

      • Immunsystem: Entzündungshemmung, antiallergische Wirkung, Hemmung derImmunantwort.

      • Entwicklung von Embryo und Fetus: Eventuell Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit.
      • Genetisches Material und Krebs: Krebshemmende Wirkung, Förderung des programmierten Zelltods von Krebszellen (Apoptose), Hemmung der Blutgefäßneubildung in bösartigen Tumoren.
      Einsatzmöglichkeiten für THC-reiches Cannabis und THC ergeben sich für folgende Krankheiten und Krankheitssymptome:
      • Übelkeit und Erbrechen: Krebs/Chemotherapie, HIV/AIDS, Hepatitis C, Schwangerschaftserbrechen, Übelkeit im Rahmen der Migräne.
      • Appetitlosigkeit und Abmagerung: HIV/Aids, fortgeschrittene Krebserkrankung, Hepatitis C.
      • Spastik, Muskelkrämpfe (Spasmen), Muskelverhärtung: Multiple Sklerose,Querschnittslähmung, Spastik nach Schlaganfall, Spannungskopfschmerz,Bandscheibenprobleme und Verspannungen der Rückenmuskulatur

      • Bewegungsstörungen mit einem Übermaß an Bewegungen (hyperkinetischeBewegungsstörungen): Tourette-Syndrom, Dystonie (zum Beispiel spastischer Schiefhals oder Lidkrampf), durch eine Behandlung mit Levodopa ausgelöste Dyskinesien bei der Parkinson-Krankheit, tardive Dyskinesien (eine mögliche Nebenwirkung von Neuroleptika, die bei Schizophrenie verwendet werden), essenzieller Tremor (Zittern).

      • Schmerzen: Migräne, Cluster-Kopfschmerz, Phantomschmerzen, Neuralgien (Nervenschmerzen, zum Beispiel Ischialgie/Ischiasschmerzen), Menstruationsbeschwerden, Parästhesien (Kribbeln, Brennen, Ameisenlaufen) bei Zuckerkrankheit oder Aids, Hyperalgesie (verstärkte Schmerzempfindlichkeit), Schmerzen bei verspannter Muskulatur, Muskelkrämpfen, Arthrose, Arthritis, Colitis ulcerosa (eine chronische Darmentzündung), Restless-Legs-Syndrom (Syndrom der unruhigen Beine), Fibromyalgie (Weichteilrheumatismus).

      • Allergien: Asthma, Hausstauballergie, Heuschnupfen.
      • Juckreiz: starker Juckreiz bei Lebererkrankungen, Neurodermitis.
      • Entzündungen: Asthma, Arthritis, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn (eine chronischeDarmentzündung), Neurodermitis, Morbus Bechterew, Psoriasis (Schuppenflechte).

      • Psychische Erkrankungen: Depressionen, Angststörungen, bipolare Störungen (manisch-depressive Störung), posttraumatische Stressstörung, Hyperaktivität, ADS (Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom) bzw. ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom), Impotenz, Alkoholismus, Opiatabhängigkeit, Schlafmittelabhängigkeit, Schlaflosigkeit, Autismus, verwirrtes Verhalten bei der Alzheimer-Krankheit.

      • Überproduktion von Magensäure: Magenschleimhautentzündung.
      • Erhöhter Augeninnendruck: Glaukom (Grüner Star).
      • Hören: Tinnitus (Ohrgeräusche).
      • Weitung der Bronchien: Asthma, Luftnot bei anderen Erkrankungen der Atemwege.
      • Epilepsie
      • Singultus (Schluckauf)
      • Förderung der Wehentätigkeit bei der Geburt
      • Überproduktion von Schweiß: Hyperhidrosis
      • Krebshemmung: Krebserkrankungen
      • Hauterkrankungen: Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte), Akne inversa
      • Reizdarm
      4.3 Die Wirkungen von Cannabidiol (CBD)
      Cannabidiol ist das häufigste Cannabinoid im Faserhanf und in Drogenhanf-Sorten oft das zweithäufigste Cannabinoid nach THC. Es ist auch in einigen in Apotheken erhältlichen Cannabissorten mit hohen Konzentrationen vertreten. CBD verursacht keine Cannabis- typischen psychischen Wirkungen.
      Für Cannabidiol kommen unter anderem folgende medizinische Einsatzgebiete in Frage:
      • Epilepsie: insbesondere bestimmte Formen der Epilepsie, wie Dravet-Syndrom und Lennox-Gastaut-Syndrom
      • Angststörungen
      • Depressionen
      • Schizophrene Psychosen
      • Entzündungen und entzündlich bedingte Schmerzen
      • Bewegungsstörungen: Dystonie, Dyskinesie
      • Abhängigkeit von THC, Nikotin und Opiaten
      • Übelkeit und Erbrechen
      • Hemmung des Appetits
      Daneben gibt es Hinweise auf weitere mögliche Einsatzgebiete, wie z. B. auch bei Kindern und Erwachsenen mit Autismus. Bislang sind diese kaum erforscht und es liegen nur Ergebnisse aus der Grundlagenforschung oder Berichte einzelner Patienten vor, wie beispielsweise hinsichtlich der krebshemmenden Eigenschaften des CBD.


      5. Cannabis indica und Cannabis sativa: Worin besteht der Unterschied?
      Die häufigste Klassifizierung in Abhängigkeit von der Pflanzen-Morphologie ist die Unterteilung in Cannabissorten vom Indica-Typ mit geringerer Wachstumshöhe und breiteren Blättern und in solche vom Sativa-Typ, die höher wachsen und schmalere Blätter aufweisen. Indica-Pflanzen reifen unter ähnlichen Wachstumsbedingungen schneller heran als Sativa-Typen. Sie tendieren auch zu einem etwas anderen Geruch, was ein Hinweis auf eine unterschiedliche Terpen-Zusammensetzung ist, denn der Geruch von Cannabis-Pflanzen basiert auf ihrer Zusammensetzung an ätherischen Ölen.
      Das Sativa-High wird oft als stimulierend und energetisierend beschrieben. Die Wirkungen werden als “Kopf-High” charakterisiert. Es können halluzinogene Effekte auftreten. Sativa-Sorten vermitteln ein Gefühl von Optimismus und Wohlbefinden.
      Auch wenn Indica-Sorten allgemein mehr THC enthalten sollen, so gibt es heute reine Sativa-Typen mit sehr hohen THC-Konzentrationen. Sativas sollen besser für den Konsum am Tag geeignet sein.
      Dem gegenüber werden die Indica-Wirkungen mit dem Begriff “Körper-High” charakterisiert. Indica-Sorten werden vor allem zur Entspannung, Stressreduzierung und für ein allgemeines Gefühl von Ruhe und Gelassenheit verwendet. Sie werden gern abends und bei Schlaflosigkeit konsumiert.
      Weder der THC- noch der CBD-Gehalt charakterisieren Cannabissorten vom Indica-Typ und vom Sativa-Typ. THC ist nahezu ausschließlich verantwortlich für die psychischen Effekte der Hanfpflanze sowie für die meisten medizinischen Wirkungen.
      CBD und weitere nicht-psychotrope Cannabinoide wie Cannabigerol (CBG) und Cannabichromen (CBC) beeinflussen diese Hauptwirkung. Auch CBD allein weist medizinisch interessante pharmakologische Eigenschaften auf, ohne starke Nebenwirkungen zu verursachen.
      Die Unterschiede zwischen Sativa- und Indica-Sorten beruhen möglicherweise auf den bisher wenig beachteten Cannabinoiden CBG und CBC sowie auf Unterschieden in der Zusammensetzung der Terpene (ätherische Öle). Die aktuelle Studie zeigt, dass Cannabissorten anhand ihres chemischen Profils aus Cannabinoiden und Terpenen unterschieden und charakterisiert werden können.


      6. Verfügbare Informationen zu den in Deutschland zugelassenen Cannabisblüten


      6.1 Cannabissorten des niederländischen Unternehmens Bedrocan


      Sorte: Bedrocan
      Cannabis Flos Bedrocan besitzt einen THC-Gehalt von 22 % und einen CBD-Gehalt von unter 1 %. Die Sorte Bedrocan stammt von Pflanzen der Unterart Cannabis sativa. Die Genetik von Bedrocan stammt von der Sensi-Seeds-Sorte „Jack Herer“. Was in dieser Sorte noch enthalten sein kann bzw. könnte zeigt eine Analyse auf leafly.com.
      THC: 18 - 23 %
      CBD: 0,03 - 0,2 %
      CBN: 0,00 - 0,03 %
      CBG: 0,6 - 2,2 %
      THCV: 0 - 0,3 %
      CBC: 0,01 - 0,12 %
      CBL: 0 %
      Linalool: 0 - 0,05 %
      Beta-Mycren: 0,1 - 0,3 %
      Alpha-Pinen: 0 - 1,0 %
      D-Limonen: 0 - 0,9 %
      Beta-Caryophyllen: 0,01 - 0,4 %


      Sorte: Bedrobinol
      Bedrobinol besitzt einen THC-Gehalt von 14,5 % und einen CBD-Gehalt von unter 1 %. Die Sorte Bedrobinol stammt von Pflanzen der Unterart Cannabis sativa. Die Genetik von Bedrobinol ist Jack Herer x Afghan. Durch die 95 % Indica-Afghane sollte der Indica-Anteil etwas höher sein als bei Bedrocan.


      Sorte: Bedica
      Bedica besitzt einen THC-Gehalt von 14 % und einen CBD-Gehalt von unter 1 %. Im Gegensatz zu den anderen Sorten stammt diese Cannabis Flos von Indica-Pflanzen. Daher
      enthält es eine andere Terpenen-Zusammensetzung. So enthält Bedica größere Mengen Myrcen, während dieser Stoff in den anderen Sorten quasi nicht vorhanden ist. Bedica wird in Granulatform verkauft. Die Zerkleinerung soll helfen, die Dosierbarkeit zu steigern. Die Genetik von Bedica stammt von White Widow ab.


      Sorte: Bediol
      Bediol besitzt ein und en THC-Anteil von 6,5 % und einen CBD-Gehalt von 8 %. Bediol wird in Granulatform verkauft. Die Zerkleinerung soll helfen, die Dosierbarkeit zu steigern. Die Genetik von Bediol sollte der Sensi-Seeds-Sorte Ruderalis indica ähneln.


      Sorte: Bedrolite
      Bedrolite enthält im Gegensatz zu den anderen Sorten weniger als 1 % THC und dafür 9 % CBD. Bedrolite wird in Granulatform verkauft. Die Zerkleinerung soll helfen, die Dosierbarkeit zu steigern.


      Sorte: Amnesia
      Bedrocan will noch die Genetik der Sorte “Amnesia Haze” unter einem anderen, noch nicht
      bekannten Namen auf den medizinischen Cannabis-Markt bringen.


      6.2 Sorten von Pedanios bzw. dem kanadischen Unternehmen Aurora
      Das Berliner Unternehmen, welches 2017 von dem Unternehmen Aurora übernommen wurde, importiert fünf Sorten aus Kanada. Hierbei steht die erste Ziffer für die prozentuale Konzentration des Wirkstoffs THC, sowie die zweite Ziffer für die Konzentration des Wirkstoffs Cannabidiol (CBD).
      Aurora hat im letzten Quartal des Jahres 2018, eine neue CBD Sorte mit dem Namen

      Aurora 1/12 in den Handel gebracht.
      Angaben zu den Sativa-/Indica-Anteilen:
      Pedanios 22/1 60 - 65 % Sativa
      Pedanios 20/1 70 % Indica
      Cannabinoid-/Terpen-Profil von Pedanios 22/1:
      THC = 0,828 %
      THCA = 25,086 %
      CBN =< 0,033 %
      CBD =< 0,033 %
      CBG = 0,127 %
      CBGA = 2,042 %
      CBDA = 0,115 %
      Linalool = 0,046 %
      Terpinolen = 0,186 %
      d- Limonen = 0,089 %
      Beta-Myrcen = 0,053 %
      (-)-Beta-Pinen = 0,053 %


      6.3 Cannabissorten von Spektrum Cannabis bzw. des kanadischen Unternehmens Tweed
      Spektrum ist aktuell dabei die verfügbaren Blüten in ihrem eigenen vereinfachten System neu zu ordnen. Das sogenannte Farbspektrum soll es vor allem für das Fachpersonal vereinfachen.
      Aktuelle Sorten noch im alten Design sind Penelope, Argyle & Bakerstreet. Im Internet findet man die folgenden Informationen:
      Argyle (Nordle) ist eine indica-dominante Sorte, gekreuzt aus der Genetik von Afghani und Sensi Star.
      Penelope (CBD Skunk Haze)
      Bakerstreet (Hindu Kush)
      Umgestellt auf das neue Design und ins Farbspektrum angepasst sind bereits diese vier Blütensorten: Green No. 3, Red No. 2, Red No. 4 und Orange No. 1.


      6.5 Cannabisblüten von Heinrich Klenk GmbH & Co. KG
      Das Unternehmen Heinrich Klenk GmbH & Co. KG bietet nun die erste Sorte an: Klenk 18/1. Weitere Sorten (Klenk 20/1 und Klenk 22/1) sollen folgen. Diese Sorten werden von Aurora hergestellt und von der Pedanios GmbH importiert.
      Der Geschmack ist Holzig, nussig, erdig, Pinie, Eukalyptus ähnlich Cannabinoid-/Terpen-Profil von Klenk 18/1
      THC = ca. 18 %
      CBD = ca. < 1 %
      alpha-Bisabolol = 0,5 - 0,7 %
      trans-Caryophyllen = 2,5 - 3,0 %
      Guaiol = 1,0 - 1,5 %
      alpha-Humulen = 0,8 - 1,0 %
      Limonen = 0,9 - 1,0 %
      Linalool = 0,2 - 0,3 %
      beta-Myrcen = 3,1 - 3,8 %
      trans-Nerolidol = 2,3 - 2,8 %
      beta-Ocimen = 2,9 - 3,6 %
      alpha-Pinen = 5,8 - 6,8 %
      ß-Pinen = 1,1 - 1,2 %
      alpha-Terpineol = 0,1 - 0,3 %
      Terpinolen = 0,2 - 0,5 %


      6.6 Cannabisblüten von Peace Naturals
      Das Unternehmen Peace Naturals hat mehrere Sorten auf dem deutschen Markt dazu zählt unter anderem die Sorte Peace Naturals 20/1. Bei dieser Sorte dominiert auch das Kush-Aroma, das von einer mal mehr, mal weniger intensiven Purple-Note abgerundet wird. Die Blüten sind groß und sehr kompakt, fast schon steinhart. Einige Chargen waren leicht lila, andere wiederum nicht.


      Medizinische Wirkung
      Patienten berichten primär von einer starken schmerz- und stresslindernden Wirkung. Auch bei Schlaf- und Appetitlosigkeit sowie Muskelspasmen berichten Patienten von einer Besserung der Symptome durch diese Sorte.
      Cannabinoid-/Terpene-Profil Peace Naturals 20/1
      THCA = 22,165 %
      THC = 4,303 %
      CBN = 0,033 %
      CBD = 0,036 %
      CBG = 0,098 %
      CBGA = 0,543 %
      CBDA = 0,104 %
      (-)-alpha-Bisabolol = 0,127 %
      Alpha – Humulen = 0,117 %
      Beta – Caryophyllen = 0,369 %
      Linalool = 0,336 %
      D – Limonen = 0,430 %
      Beta – Myrcen = 0,298 %
      (-)-beta-Pinen = 0,066 %
      Alpha – Pinen = 0,041 %

      Hinweis zu den Sorten von MedReleaf:

      Diese Sorten wurden ersatzlos von dem Unternehmen Aurora gestrichen. Ob es in naher Zukunft andere Sorten dafür geben wird, ist bis zum heutigen Zeitpunkt nicht bekannt.

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      :weed3: Trees4Life
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    • da kommt aber bestimmt noch nächsten monat ein updatet ..XD was die sorten betrifft .. (cannmedica sorten fehlen da noch 'XD=) aber duck hat recht 2.1 muss sich def änder zu gunsten der patienten .!
      ich finde es aber weiter schade das andere länder noch andere arten von thc möglichkeiten haben wie hash aus der apotheke... sry hoffe das ist nicht gegen die regeln das ich mir wo wünsche das die sowas mit ins sortiment aufnehmen in deutschland .. finde das fehlt total ....
    • Alles gut New. Ich bin der selben Meinung.

      Hash und Essbares/Trinkbares fehlt auf jeden Fall noch in Deutschland.

      Ich kann mir auch sehr gut vorstellen das ein Hochpotentes CBD-Hash sehr gefragt sein könnte.

      Aber erstmal muss D. es schaffen überhaupt eine konstante Versorgung zu gewährleisten, erst dann kann man über Sortenerweiterung und Alternativen nachdenken.

      Die sollen endlich Australien und Israel mit ins Boot holen. Dann könnte es laufen.
      Wenn man Deutschland überdachen könnte, währe es eine geschlossene Anstalt.
    • ich bräuchte das nicht da die cbd blühten.... nicht das apo zeug! einen schon recht gut in den schädel fahren.

      Eine 22% strawberry haze ist wie penelopee, ohne witz nach ner stunde hab ich 3 stunden geschlafen, warn vieleicht 0,4 im joint.

      Komisch ist das acapulco glod indika einen einfach nur relaxt macht.

      Also das testfeld und kombis sind da unerschöpflich :D

      Aber im sytem in D kann mans ja nicht testen fie die sturen eierköpfe thc cbd und strafmass, verschreibungsmenge pzn...
      Die begleiterhebung ist der witz des Jahrhunderts!

      Es wird auf wirkstoffmengen reduziert strains krennt keiner, auswahl null..
      Da steht dann 25/1 tilray , ergebnis... nix charge strain usw....


      Da kann man auch sagen 55l h2o, 20g kohlenstoff , mineralien x g, usw und dann misch das und sag geht arbeiten und zahl steuern.
      Nein da wird kein mensch draus, nur weil ein mensch aus diesen dingen besteht.
      Der OPTIMIST verkündet, dass wir in der Besten aller welten Leben;
      Und der PESSIMIST befürchtet dass es ZUTRIFFT.
      James B. Cabell
    • Cannabissorten und ihre THC- und CBD-Gehalte

      Alle diese Fragen werde ich auch auf der #Spannabis nachgehen. Hier schon mal paar kleine Vorbereitung um mal ein wenig das Netzwerk voran zu bringen.
      Die leben hier teilweise echt noch hintern Mond...
      Freu mich Euch bald alle News / Interviews die ich kriegen kann /machen kann mitteilen zu können ✊✌️
      Grüße Euer CannaMoes

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