Cannabis in Kindergartennähe angebaut

    • Cannabis in Kindergartennähe angebaut

      Wer heimlich Cannabis anbaut, der muss dafür sorgen, dass keine Menschenseele davon Wind bekommt, die nicht zu einhundert Prozent hinter dem allgemeinen Legalisierungsgedanken steht. Manchmal reichen aber selbst Weltkriegsbunker nicht aus, um sich vor einer durch aufmerksame Spießbürger alarmierten Staatsmacht verstecken zu können, weshalb es oft auch Personen mit weniger durchdachten Vorsichtsmaßnahmen in die illegale Hanfproduktion treibt, die einfach nur auf ihr pures Glück setzen. So kam es auch wohl dazu, dass in Nordrhein-Westfalen einfach Cannabis in Kindergartennähe angebaut wurde, was der Betreiber der Pflanzenaufzuchtanlage mittlerweile aber schon wieder bereuen dürfte. Geruchsempfindliche Passanten stoppten schließlich den illegalen Grow, weil diese die Polizei in Kenntnis über die mit dem Geruchsorgan wahrgenommenen Auffälligkeiten setzten.


      Im sauerländischen Sundern soll es in der Nähe eines Kindergartens so auffällig nach Cannabis gerochen haben, dass aufmerksame Passanten am vergangenen Freitag die Polizei alarmierten. Die anschließend anrückende Staatsmacht erschnüffelte sich dann den Weg vor die Wohnungstür eines Mehrfamilienhauses, wo man ohne zu zögern den suspekt wirkenden Vorkommnissen auf den Grund ging. In den Räumlichkeiten hinter der Eingangstür der Wohnung fanden die zuvor bloß ihr Riechorgan einsetzenden Beamten sodann eine Marihuanaplantage, die mit circa sechzig erntereifen Gewächsen der Gattung Hanf besiedelt gewesen sein soll. Ungefähr ein ganzes Kilogramm Cannabis hätten die Erntebemühungen ergeben, ist man sich bei den eifrigen Polizisten sicher, hätte der nun vorläufig festgenommene 28-jährige Bewohner der Unterkunft seine illegale Tätigkeit als Guerilla Grower erfolgreich beenden können.


      Einen nahezu vergleichbaren Erfolg gegen die Konsumenten der verbotenen Hanfpflanze erzielten Polizisten im baden-württembergischen Offenburg am Montag, wo man sich gegen einen einzigen Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft durchzusetzen hatte. Dieser reagierte „uneinsichtig und rücksichtslos“, nachdem sein Verhalten kritisierte wurde, einen Rauchmelder aufgrund von Cannabisgelüsten ausgeschaltet zu haben. Einfach ein Kabel hatte der 20 Jahre alte Mann durchtrennt, damit wohl ein Joint ungestört innerhalb des Gebäudes genossen werden könne. Da weder freundliche Einsicht noch ein vernünftiger Umgangston auf die Zurechtweisung seitens der Betreiber der Unterkunft folgten, wurde der widerborstige Kiffer mit auf die Polizeiwache genommen. Weil zusätzlich noch ein gestohlenes Fahrrad in dessen Raum gefunden wurde, hat dieser recht unerzogene „Legalisierungsbefürworter“ nun neben den folgenden Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelrecht und Sachbeschädigung auch Ermittlungen aufgrund von Bedrohung, Beleidigung sowie des Verdachts auf Hehlerei zu erwarten.


      Zwei weitere große Coups der Cops im deutschen Drogenkrieg.